2023: USA

Urlaubsbilder – Teil 1

USA

vom 03.06.2023 bis 24.06.2023

Auf der Route 66 von Chicago nach Los Angeles

Die Route 66 ist legendär und wohl das Symbol des amerikanischen Traumes schlechthin. Sie ist die mit Abstand berühmteste Straße Amerikas. Generationen von Reisenden romantisierten diese Fernstraße als Symbol der unbegrenzten Mobilität, Hoffnung und Freiheit der Straße. Ihre ikonische Bekanntheit wurde durch die beispiellose Menge an Musik, Büchern, Filmen und anderen Kunstformen, in denen die Mother Road eine bedeutende Rolle spielt, noch verstärkt. Damals wie heute ist die Route 66 ein Synonym für Spaß und Abenteuer und besitzt nicht nur für Nostalgiker einen mythischen Status, der in den USA und in aller Welt seinesgleichen sucht.

Die Route 66 (eigentlich: U.S. Highway 66) wurde 1926 gebaut und bis 1938 vollständig asphaltiert. Sie war die erste durchgehende Verbindung von Chicago nach Los Angeles und für Hunderttausende der Weg in den vermeintlich Goldenen Westen. Sie unterstrich die Bedeutung des Automobils und sie verkörperte für die Amerikaner Freiheit und Mobilität.

Während des zweiten Weltkrieges pumpte die Regierung enorme Gelder in die Kriegsindustrie in Kalifornien, hauptsächlich in das Gebiet um Los Angeles. Hier und beim Straßenbau entstanden Tausende von Arbeitsplätzen. Die Straße wurde immer wichtiger, der Straßenverkehr immer mehr zur Konkurrenz zur Eisenbahn. Sie war Bindeglied zwischen dem industrialisierten Nordosten und Mittelwesten und dem bis dahin fast isolierten und schwach bevölkerten Westen.

Auch der Tourismus profitierte nach dem zweiten Weltkrieg von der Route 66: Viele Amerikaner hatten nun die Möglichkeit, in Kalifornien und dem Südwesten zu überwintern oder hier einen Urlaub zu machen. Die Route 66 wurde zu einem florierenden Highway: Tankstellen, Motels, Diners und Geschäfte schossen aus dem Boden. Viele kleine Orte, die dank der Route 66 nun an die Metropolen angeschlossen waren, entwickelten sich zu boomenden Orten. Bis dann in den 60er Jahren die Umkehr kam.

Präsident Eisenhower, angetan von deutschen Autobahnen, entschloss sich, die Route 66 durch ein vierspuriges Interstate-System zu ersetzen. Die neuen Interstates führen entlang oder überlagern die Route 66, teilweise verlassen sie die alte Streckenführung weitläufig. Für viele Geschäfte und sogar Orte bedeutete diese Entwicklung den Ruin.

Am 27. Juni 1985 wurde die Bezeichnung „U.S. Highway 66“ von der American Association of State Highway and Transportation Officials aufgehoben. Die Route 66 verschwand bis heute komplett von der amerikanischen Landkarte.

Am 18. Februar 1987 wurde in Seligman (Arizona) der Verein „Route 66 Association of Arizona“ gegründet und Angel Delgadillo zu seinem Vorsitzenden gewählt. Ziel war es, die Route 66 wieder aufleben zu lassen um für deren Anwohner wieder eine wirtschaftliche Lebensgrundlage zu schaffen. Da die Route 66 von Chicago bis Santa Monica durch insgesamt 8 Bundesstaaten verläuft, wurde daraufhin in jedem betroffenen Bundesstaat eine ähnliche Vereinigung gegründet.

David Knudson gründet 1994 die „National Historic Route 66 Federation“ und bringt somit die einzelnen Bundesverbände unter ein Dach.     Die gemeinnützige Organisation erarbeitet sich eine Lobby im Weißen Haus und erreichte, dass im Jahr 1999 ein nationaler Gesetzesentwurf zur Erhaltung der Route 66 vom amerikanischen Kongress verabschiedet und vom damaligen Präsidenten Bill Clinton unterzeichnet wurde.

Seit September 2005 sind Teilstücke der Route 66 in Illinois, New Mexico und Arizona unter der Bezeichnung „Historic Route 66“ als National Scenic Byway ausgewiesen. Insgesamt sind 85% der Route 66 noch befahrbar.

In vielen Orten längs ihrem früheren Streckenverlauf gibt es noch Souvenirläden, Museen oder Diner-Cafés im 1950er Jahre Stil, die mit dieser Zeit assoziiert werden. Ebenso stehen noch ehemalige Restaurants, Tankstellen und sonstige Gebäude aus der Blütezeit entlang der Straße.

Gesamtlänge: 2451 Meilen / 3945 km; Eröffnung: 1926

03.06.2023 – Samstag
Anreise. Geplant war ein Direktflug mit United Airlines von München nach Chicago mit Abflug um 11:30 Uhr und Ankunft um 14:05 Uhr. Auf dem Weg zum Flughafen kommt eine SMS von United Airways mit der Mitteilung, dass der Flug storniert wurde. Ich hab dann noch in der S-Bahn per Handy online umgebucht. Ein Flug nach New York Newark war 5h verspätet, den konnte ich also buchen. Zur Sicherheit war ich nochmal am Schalter von United, dort war man sich etwas unsicher, es hat aber schlussendlich geklappt und bin über New York Newark geflogen. Bei der Autovermietung habe ich sicherheitshalber auch Bescheid gegeben, damit die Autoreservierung nicht schief geht. Der Flug von New York nach Chicago war dann auch nochmal verspätet. US Immigrations und das Abholen des Autos waren problemlos. Es ist ein Honda CR-X geworden. Somit war ich erst um 20:30 Uhr im Hotel. Ich hab dann nicht mehr viel gemacht und bin ins Bett.
Übernachtung: Rodeway Inn Lyons – La Grange

Staat: Illinois
Beiname: „Land of Lincoln“
Kürzel: IL
Hauptstadt: Springfield
Staatsmotto: „State sovereignty, national union“ („Staatssouveränität, Nationalvereinigung“
Lage: Illinois liegt im Mittleren Westen und grenzt im Nordosten an den Michigansee. Nachbarstaaten: Indiana, Iowa, Kentucky, Michigan, Missouri, Wisconsin
Städte: Alton, Aurora, Bloomington, Carbondale, Champaign, Chicago, Danville, Decatur, Galena, Galesburg, Kankakee, Metropolis, Moline, Mt. Vernon, Oak Park, Peoria, Quincy, Rockford, Springfield
Einwohner: ca. 12,8 Mio
Fläche: 150.007 km² (~ 2x Österreich)
Erzeugnisse: Mais, Soja, Weizen, Hirse, Heu
Sonstiges: Höchster Punkt: Charles Mound (376 m); tiefster Punkt: Mississippi River (85 m)

Chicago liegt am Südwestufer des Michigansees im Bundesstaat Illinois. Mit einer Einwohnerzahl von ca. 2,8 Millionen ist sie die drittgrößte Stadt der Vereinigten Staaten. In der Metropolregion Chicago leben 9,7 Millionen Menschen.
Chicago ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Handelsstadt in den USA. Die Stadt liegt an wichtigen Eisenbahnstrecken, die die Ost- mit der Westküste verbinden und ist über die Großen Seen und den Sankt-Lorenz-Seeweg bzw. den Eriekanal mit dem Atlantik und mit New York City verbunden. Der Illinois Waterway stellt über den Mississippi die Verbindung zum Golf von Mexiko her.
Die Metropolregion von Chicago erbrachte 2016 eine Wirtschaftsleistung von 651,2 Milliarden US-Dollar. Bei einer Studie aus dem Jahr 2014 belegte Chicago Platz 9 unter den wirtschaftsstärksten Metropolregionen weltweit und Platz 3 innerhalb der USA.

04.06.2023 – Sonntag
Frühstück gab es im Hotel, das war ganz okay. Ich bin dann nach Chicago rein gefahren und habe einen Parkplatz gesucht. Das hat im 3. Anlauf geklappt (etwas südlich von „The Loop“). Ich habe mir dann alle Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum angesehen. Nachmittags habe ich einen Chicago Hot Dog probiert („mit Allem“) – kann man, muss man aber nicht essen. Um 17 Uhr konnte ich nicht mehr gehen, hab mein Auto geholt und bin damit zum Startpunkt der Route 66. Auf dem Rückweg zum Motel habe ich bereits die ersten Attraktionen an der Route 66 fotografiert.
Zurück am Motel stand ein Polizeiauto vor der Einfahrt und eins im Innenhof.
Zum Abendessen gab’s dann nur ein Sandwich, der Hot Dog lag noch quer im Magen.
Übernachtung: Rodeway Inn Lyons – La Grange
25° C

Die Chicago Elevated ist die Hoch- und U-Bahn von Chicago. Sie ist eines der größten und ältesten Metronetze der Welt. Nach Eröffnungsdatum, Zahl der Stationen und den Fahrgastzahlen ist die „L“ nach der New York City Subway die Nr. 2 in den USA. Streckenlänge: 165,4 km; Stationen: 145

Lou Mitchell’s
Dieses beliebte und ikonische Route 66-Restaurant wurde 1923 von Lou Mitchells Vater in einem Gebäude auf der anderen Straßenseite gegründet und wird seitdem von Familienmitgliedern geführt. Der heutige Standort wurde 1949 erbaut. An der Vorderseite des Gebäudes hängt eine große und originale Leuchtreklame aus dem Jahr 1949. Die Zeile unter dem Namen auf dem Schild lautet „Serving the World’s Best Coffee“. Über den Bürgersteig ragt ein zweites Schild mit der Aufschrift „We do our own Quality baking“. Das Schild auf dem Dach verkündet, dass das Restaurant zum „Nr. 1 Frühstücks- und Mittagsrestaurant Nr. 1 in Amerika“ gewählt wurde. Das Gebäude wurde 2006 in das National Register of Historic Places aufgenommen.

Willis Tower
Der Willis Tower (bis Juli 2009 Sears Tower) ist das höchste Gebäude in Chicago, gleichzeitig auch der derzeit dritthöchste Wolkenkratzer in den USA und das zwanzigsthöchste Gebäude der Erde. Mit einer Höhe von 442 Metern (Gesamthöhe mit Antenne 527 Meter, 108 Stockwerke) war er nach seiner Vollendung das höchste Gebäude der Welt und löste damit das World Trade Center (417 Meter) in New York als höchsten Wolkenkratzer ab. Der Turm ist mit ca. 350.000 m² Bürofläche überwiegend ein Bürogebäude. Der Willis Tower besteht aus neun quadratischen Säulen in einer 3×3-Anordnung, die in unterschiedlichen Höhen enden. Das ganze Gebäude ist mit schwarzem Aluminium verkleidet. Die Fassade besteht aus rund 16.100 Fenstern. Von der 412 Meter hoch gelegenen Besucherplattform im 103. Stock (Skydeck) kann man an manchen Tagen bis zu 80 Kilometer weit in vier verschiedene Bundesstaaten blicken. Zwei Aufzüge bringen die Besucher mit rund 8 m/s (28,8 km/h, 480 Meter pro Minute) in 45 Sekunden auf das Skydeck; sie gehören zu den schnellsten der Welt. Nachdem die Firma Willis den Turm im Sommer 2009 übernahm, wurde an der 412 Meter hoch gelegenen Aussichtsetage im 103. Stock die neue Attraktion „The Ledge“ eröffnet. An der Westseite der Gebäudefassade, an der die Wand im Gegensatz zu den anderen Seiten direkt senkrecht bis auf den Erdboden geht, wurden fünf geschlossene Glasbalkone montiert. Diese erlauben es dem Besucher, auf einer Glasplatte zu stehen, die nur an einer Seite an der Turmfassade befestigt und sonst frei ist, und somit durch den Glasboden 412 Meter in die Tiefe zu schauen. Seit dem Kollaps des Südturms des World Trade Center in New York im September 2001, dessen Aussichtsterrasse 420 Meter hoch lag, ist die Aussichtsetage des Willis Tower in 412 Metern Höhe die höchste Aussichtsplattform in den USA. Es gibt in Nordamerika derzeit kein Gebäude außer dem Willis Tower, das in dieser Höhe noch ein Stockwerk beherbergt.

Chicago Water Tower
Der Turm, der 1869 aus gelblichem Kalkstein errichtet wurde, gehört zu den wenigen Gebäuden in Chicago, die den Großen Brand von Chicago im Jahr 1871 überstanden haben. Er diente als zentrale Trinkwasser-Pumpstation der Stadt. Seit 1975 im National Register of Historic Places.

Hancock Tower, offiziell „875 North Michigan Avenue“
Das 875 North Michigan Avenue Hochhaus ist 344 Meter hoch. Das Gebäude besitzt insgesamt 100 Stockwerke. Im 94. Stockwerk in 314 m Höhe befindet sich das Observatory, die Aussichtsetage. Im Februar 2013 wurde als neue Besucherattraktion im 94. Stockwerk die höchstgelegene Eislaufbahn der Welt in 300 Metern Höhe eröffnet. Die Fläche der Eislaufbahn beträgt 80 Quadratmeter und erlaubt den Besuchern einen Blick über Chicago.

Cloud Gate, Spitzname The Bean
Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoorim im Millennium Park. Sie wurde 2004 bis 2006 erstellt und wird aufgrund ihrer bohnenartigen Form auch The Bean genannt. Die Hülle wurde aus 168 gewölbten Edelstahlplatten durch Schweißen zusammengefügt und wurde so geglättet und hochglanzpoliert, dass keine Nähte sichtbar sind. Sie misst 20 m × 13 m × 10 m und wiegt 99,8 Tonnen. Durch die bogenförmige Hochwölbung der Mitte der Unterseite besteht eine etwa 3 m hohe Unterquerungsmöglichkeit für Fußgänger.

Crown Fountain
Die Crown Fountain ist eine interaktive, in einem öffentlichen Brunnen befindliche Kunst- und Video-Skulptur im Millennium Park. Entworfen wurde sie von dem katalanischen Künstler Jaume Plensa. Sie wurde im Juli 2004 eröffnet. Der Brunnen besteht aus einem reflektierenden Pool aus schwarzem Granit, der zwischen einem Paar von Glasbausteintürmen platziert ist. Die Türme sind 15,2 Meter hoch und verwenden Leuchtdioden, um digitale Videos von Gesichtern von innen nach außen projiziert zu zeigen. Baukosten: 17 Millionen USD.

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Letzte Aktualisierung: 28.01.2024